Kampen: ein "ijsselstarkes" Ziel
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Haben Sie schon einmal von den Kamper Uien (Kamper Zwiebeln) gehört?
Das sind Geschichten über Kamper Einwohner, die deren Dummheit unter
Beweis stellen sollen. Eine Anzahl dieser Anekdoten geht auf das 16. Jahrhundert
zurück. Ein typisches Beispiel ist die Erzählung vom "Unüberlegten
Test". Der Prinz sollte der Stadt Kampen mit einem abendlichen Besuch
seine Ehre erweisen. Aus diesem Anlass war ein prächtiges Feuerwerk
geplant. Der Magistrat wollte den Abend der Feierlichkeiten bis ins letzte
Detail vorbereiten. Nachdem der Wein bereits gekostet war, ließ
man deshalb das Feuerwerk schon einmal zur Probe abbrennen...
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Dumm? Ach, was ist schon dumm, wenn man in einer prächtigen Stadt
wie Kampen wohnt - herrlich gelegen an einem der schönsten Flussufer
der Niederlande. Beinahe 500 Denkmäler zeugen von der glorreichen
Vergangenheit der Hansestadt, in der heute Wassersport und Kultur eine
bedeutende Rolle spielen. Lassen Sie uns diese „ijsselstarke“
Stadt etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Der Name Kampen fällt erstmals im Jahre 1227. Dank ihres raschen
Wirtschaftswachstums im 12. und 13. Jahrhundert entwickelte die ursprüngliche
Siedlung schon bald einen eher städtischen Charakter. Die günstige
Lage an der IJssel spielte hierbei eine bedeutende Rolle und machte die
Stadt zum Zentrum der Frachtschifffahrt. Zwischen 1200 und 1500 konnte
sich Kampen zu einer der mächtigsten Hansestädte mausern. Schiffer
aus Kampen waren unter anderem im Ostseegebiet, an der deutschen Nordseeküste,
in England, Frankreich und Holland unterwegs.
Die Entwicklung der Kogge, eines neuen Schiffstypen, der viel seetüchtiger
war als frühere Modelle, machte dies möglich. Anno 2003 spielt
das Wasser in Kampen noch immer eine tragende Rolle. Vor wenigen Jahren
wurde eine komplette Kogge nachgebaut - auf Basis eines Wracks, das man
im Boden bei Nijkerk fand.
Kampen verfügt über zehn Jachthäfen sowie ideale Surf-
und Badegewässer. Imposant ist die Hansestadt Compagnie, die „Braune
Flotte von Kampen“, bestehend aus 40 Schiffen mit dem stolzen Bugbild
der majestätischen "Stedemaeght".
Die stolze Geschichte der Stadt lebt in rund 500 Denkmälern weiter,
aber auch in der ansehnlichen Sammlung des Stedelijk Museum, das sich
in einem gotischen Gebäude befindet. Im Kampener Tabakmuseum sehen
Sie die längste Zigarre der Welt, während das kleinste Häuschen
in Kampen eingerichtet ist wie zu Großmutters Zeiten. Die einstige
Synagoge wurde ebenfalls zur Ausstellungsfläche umfunktioniert. Im
Oranjehuis sind Gegenstände zu besichtigen, die mit dem Königshaus
zu tun haben.
Das Stadtbild prägt auch der neue Turm, der den Klang seiner 47
Glocken über die Stadt erschallen lässt. In den Sommermonaten
hängt an diesem Turm eine Kuh, eine der „Hauptakteure“
einer "Kamper Ui". Im Schepenzaal des monumentalen Stadthauses
hängen einzigartige Oranje-Porträts.
Während der Blütezeit der Stadt um 1400 wurde der Stadtkern
ansehnlich erweitert. In der neuen Stadtmauer befanden sich mindestens
20 Stadttore, von denen heute noch drei erhalten sind.
Wer an Holland denkt, hat unwillkürlich Windmühlen vor Augen.
Auf den Stadtmauern der einstigen Festung stand und steht d’Olde
Zwarver, die einzige Windmühle, die Kampen noch hat. Im Hinterhaus
des Städtischen Museums an der Oudestraat befindet sich außerdem
eine Rossmühle. Im Rahmen von Vorführungen wird auf traditionelle
Weise Buchweizen gemahlen.
Wenn Sie durch die charakteristischen Straßen und Gassen schlendern,
dann achten Sie einmal auf die besondere Mauerreklamen, die aus dem Jahr
1930 stammen. Einflüsse des Jugendstil und der KünstlerGruppenunterkünfte
"De Stijl" sind hier unverkennbar. Die Mauerreklame ist frisch
restauriert. Beim VVV erhalten Sie einen speziell zusammengestellten Stadtrundgang
entlang dieser „Fresken der Mittelstadt“.
Nach der Besichtigung des historischen Stadtkerns mit seinen monumentalen
Gebäuden, charakteristischen Straßen, Museen, Geschäften
und Galerien empfehlen wir Ihnen, das prächtige Umland zu erkunden.
Diverse Radrouten führen Sie am Ufer mit prächtiger Flora und
Fauna entlang.
www.vvvkampen.nl
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