Wer sich Zutphen nähert, wird von der herrlichen
Lage am Wasser begeistert sein. Zutphen,
die Stadt der markanten Türme und stattlichen Kaufmannshäuser
- schon aus der Entfernung wird die
Neugier geweckt. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass
Zutphen alljährlich
im Sommer wie im Winter von Hunderttausenden
Touristen und Gästen aus der Umgebung besucht wird.
Veranstaltungen, Märkte, ein breites Geschäftsangebot,
Restaurants, Cafés, Museen und Galerien fungieren
als touristische Magneten der Region.
Die Hansezeit brachte Zutphen großen Reichtum. Über
das Meer sowie über die IJssel zum Rhein verschifften
die Einwohner Zutphens vor allem Hering, Butter und Bier
- und nahmen im Gegenzug Wein mit zurück. Über
Land und über die Berkel war Holz das wichtigste Frachtgut.
Zutphen und Deventer hatten wichtige Holzmärkte. Zutphen
schloss sich mit großem Engagement dem Hanseverbund
an. Die Stadt hatte sogar eine eigene Niederlassung in
Schonen - ein Recht, das der König von Dänemark
gewährte.
Der Reichtum, den Zutphen als Hansestadt
erwarb, ist heute noch an den schönen Gebäuden
der Innenstadt zu erkennen.
Lagerhäuser, Kaufmannshäuser, Kirchen und einen
Teil der Befestigungsanlagen bekommen Sie im Rahmen eines
Stadtrundgangs durch die verschlungenen Gassen des Zentrum
zu Gesicht. Auch hinter modernisierten Giebeln ist häufig
eine reiche Hansegeschichte verborgen – ein Umstand,
der bei Stadtrundgängen berücksichtigt wird.
Etwas ganz Besonderes ist das Hausnamenprojekt
der Stadt. Vom späten Mittelalter bis zum Beginn des
19. Jahrhunderts hatten die Häuser keine Nummern.
Unterschieden wurden sie durch die Straßen, in denen
sie lagen, sowie durch Namen und Berufe ihrer Bewohner.
In der Innenstadt von Zutphen gibt es mindestens180 alte
Häuser, die früher einen Namen hatten. Hierbei
verweisen einige auf die Zutphener Hansegeschichte, etwa „De
Koning van Zweden“ oder „Het zwarte anker“.
In der St. Walburgiskerk finden Sie das Librije, eine unvergleichlich
schöne Reihe handgeschriebener Bücher, die durch
Ketten miteinander verbunden sind.
Ein überraschender Blick auf Zutphen offenbart sich
Ihnen bei einer Tour mit `t Kofschip, einem mit dem Tjalk
verwandten Torffrachtschiff. Die Tour führt Sie an
den schönsten Stellen der Berkel entlang. Der Flüsterer
(der Schiffer) verweist auf die besonderen historischen
Elemente: zum Beispiel Teile der alten Stadtmauer. Denn
obwohl ein Großteil der Befestigungsanlagen von Zutphen
vernichtet wurden, blieb doch noch einiges erhalten, das
noch bewundert werden kann.
Die Berkel ist heute nicht mehr als
ein freundliches Flüsschen, aber der Kapitän
wird Sie zweifellos in eine Welt entführen, in der
es ein wichtiger Fluss war, auf dem Frachtschiffe aus Deutschland
mit Holz, Torf, Getreide und Gemüse in Zutphen vor
Anker gingen. Die Rundfahrt beginnt und endet mitten im
Stadtzentrum am Steiger in der Dieserstraat.